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Historischer Rundweg Hertlingshausen

 

Tafel 10: Landschaftsfenster im Klosterfeld

 

Landwirtschaft in Hertlingshausen
Die Böden in der Gemarkung waren nicht sehr ertragreich. Größere Flächen fanden sich in dem von der Bevölkerung als „Klosterfeld“ bezeichneten Gebiet. Mit den Flurnamen „Im Klee“, „Am Grasweg“, „Thalacker“, „Mittlere Gewanne“, „Soldatengewann“ und „Ringelberg“ wird das Gebiet unterteilt. Die Überlieferung der Flurnamen erfolgte mündlich. So wurde aus dem „Rindsberg“ der „Ringelberg“ und heute „Ringelsberg“. Diese Großflächen gehörten ab dem 13. Jahrhundert überwiegend zum Kloster. Später wurden sie in Erbpacht an die Bewirtschafter der Güter „Großer Klosterhof“ und „Kleiner Klosterhof“ von den Leininger Grafen verpachtet. Die Besitzverhältnisse erklären die Entstehung des Namens „Klosterfeld“.

Apfelbaum

Daneben gab es noch Anfang des 20. Jahrhunderts bei fast jedem Wohngrundstück im Dorf einen Pflanzgarten, in dem die Bewohner zur Selbstverpflegung Gemüse, Salat, Obst und Kartoffeln anbauten. Im vergangenen Jahrhundert gab es im Ort zeitweise noch fünf landwirtschaftliche Betriebe, teilweise im Nebenerwerb. Heute gibt es keinen Landwirt mehr im Dorf. Die Flächen werden z. B. vom Hof der Lebenshilfe in Altleiningen bewirtschaftet.


Das Landschaftsfenster
Das „Landschaftsfenster“ wurde eingeweiht am 11. Mai im Jubiläumsjahr 2012, als sich die erste urkundliche Erwähnung von Hertlingshausen zum 800. Male jährte. Es war eine Idee des verstorbenen Altbürgermeisters Karlheinz Ebinger, die realisiert wurde von der Jagdgenossenschaft unter Mithilfe des Gemeindebauhofes. Das „Landschaftsfenster“ soll eine dankbare Erinnerung sein an die Bauernfamilien, die jahrhundertelang unsere Landschaft kultivierten und befindet sich auf einer der wenigen ergiebigeren landwirtschaftlichen Flächen. Dominierend sind bei uns nämlich bewaldete, nährstoffarme Sandsteinböden.